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Januar 2016

26 Jan

Von der Angst, Fehler zu machen

Wer hat diese komische Kultur des bloß-nicht-Scheiterns eigentlich erfunden? Und wer definiert, was Scheitern ist? Wenn ich etwas ausprobiere, sind doch IMMER alle Möglichkeiten da: Es läuft großartig. Es läuft miserabel. Es ist ganz anders, als wir dachten. Das finden wir plötzlich noch viel besser oder eben überhaupt nicht. Das Leben ist ein Fluss, unsere Angst, etwas zu verwerfen, lässt ihn zu Eis gefrieren. Warum ist das so? Vielleicht, weil Veränderung Angst macht. Wir sind alle mehr oder weniger Sicherheitsfanatiker, wir wollen, dass die Dinge berechenbar sind, dass alles so bleibt, wie es ist, wie wir es gewohnt sind. Aber Stillstand ist der Tod. Wenn unser Herz irgendwann aufhört, sich zu bewegen, sterben wir. Weshalb sollte für unser Leben, für unsere Seele etwas anderes gelten? Wenn...
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3 Jan

Wachstumsschmerzen

  Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne - ohja, natürlich ist dem so, aber warum brechen wir dann nicht jeden Tag zu neuen Ufern auf, warum fällt es uns so schwer, uns aufzumachen ins Unbekannte und etwas Neues zu wagen? Wir glauben bestimmte Dinge über uns selbst. Ich kann nicht kochen. Für eine Selbstständigkeit fehlt mir der Mut. Niemand in unserer Familie studiert. In meinem Alter findet man keinen Partner mehr. All diese Glaubenssätze über uns limitieren uns, sie halten uns klein. Warum haben wir sie dann und warum ist es so schwierig, sie zu überwinden? Ich glaube, das liegt daran, dass wir uns irgendwann einmal eine Identität zugelegt haben. Wir haben ein bestimmtes Bild von uns selbst im Kopf, das wir uns im Laufe des...
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