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11 Mrz

Warum mich Schönwetterfeminismus wütend macht

Ich wollte keine bissigen Artikel mehr schreiben. Ganz fest hatte ich mir das vorgenommen. Ich wollte es bei einem positiven, bestärkendem Tonfall belassen, weil ich müde war. Müde der Diskussionen mit Frauen, die mir erklären wollten, dass sie sich vom Feminismus bestimmt nicht ihren Lippenstift abschwatzen lassen würden – was niemand verlangt hat. So unendlich müde davon, Frauenrechte gegenüber Frauen verteidigen zu müssen. Aber heute bin ich wütend. Und es muss raus. Feminismus ist nicht bequem, auch für mich nicht und vermutlich werde ich auch für diesen Artikel wieder hübsche Breitseiten kassieren. Das ist okay. Das muss ich aushalten. Das Ziel ist es mir einfach wert. Den Stein ins Rollen brachte diese Grafik, die ich auf Facebook postete, gesäumt von den...
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27 Feb

Vom Mut zur Trauer

Trauer
Meistens, wenn ich Artikel über female empowerment lese, geht es darin um Wachstum, darum, sich größer zu machen, um's Unerschrockensein. Wie die Amazonen stehen sie da, die Heldinnen dieser Beiträge und recken die Hände nach Erfolg, Glück und Selbstverwirklichung. Alles wichtig, keine Frage. Aber Mut, das kann auch etwas ganz anderes bedeuten. Etwas, das wir Frauen im Laufe der Jahrhunderte durch unsere Sozialisierung eingeschärft bekamen, etwas, das uns als beziehungsorientierte Menschen entlarvt, deren Wirkungskreis sich lange Zeit auf den häuslichen Rahmen beschränken musste – wir haben einen Draht zu unseren Gefühlen. Und zu denen unserer Mitmenschen. Wir wissen um die Verletzlichkeit des menschlichen Herzens und schämen uns weniger, Gefühle zu haben und zu zeigen. Meistens. Denn wenn es um Trauer geht, dann stecken...
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